Interreg V

Was ist das eigentlich?

Interreg, oder offiziell “die europäische territoriale Zusammenarbeit” ist ein Teil der der Struktur- und Investitionspolitik der Europäischen Union.
Das Programm wird dabei in drei Schwerpunkten, sogenannten Ausrichtungen umgesetzt.

Was ist Interreg A?

Informationen zu den Programmen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit
Mit der Ausrichtung “Grenzübergreifende Zusammenarbeit” des Ziels “Europäische territoriale Zusammenarbeit” werden für den Zeitraum 2014 bis 2020 die Interreg A-Programme fortgeführt. Gefördert wird eine verbesserte grenzüberschreitende Zusammenarbeit, speziell
die Förderung der unternehmerischen Initiative und insbesondere der Entwicklung der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU)
den Ausbau der Zusammenarbeit, der Kapazitäten und der gemeinsamen Nutzung von Infrastrukturen insbesondere in Bereichen wie Gesundheit, Kultur, Tourismus und Bildung;
die Verbesserung der Beschäftigungsmöglichkeiten auf beiden Seiten der Grenzen z.B. durch Aus- und Weiterbildung;
die Förderung und Verbesserung des gemeinsamen Schutzes und der Bewirtschaftung der natürlichen und kulturellen Ressourcen sowie der Vermeidung von naturbedingten und technologischen Risiken; die Verringerung der Isolation durch einen besseren grenzüberschreitenden Zugang z.B. zu Verwaltungsdienstleistungen, Infrastrukturnetzen und -diensten oder Einrichtungen der Daseinsvorsorge.

Was ist Interreg B?

Die Europäische Union unterstützt die regionalentwicklungspolitische Zusammenarbeit von Städten und Regionen ihrer Mitgliedstaaten seit 1997. Mit den Programmen der transnationalen Zusammenarbeit – Interreg B – wird die raum- und ressortübergreifende Zusammenarbeit über Staatsgrenzen hinweg gefördert. Aktuell werden 14 Kooperationsräume oder Programme unterschieden, in denen eine Vielzahl von unterschiedlichen Projekten durchgeführt werden. Deutschland ist in sechs dieser Programme vertreten: Alpenraum, Donauraum, Mitteleuropa, Nordseeraum, Nordwesteuropa und Ostseeraum.
Interreg B ist auf die Ziele der EU-Strategie “Europa 2020” ausgerichtet und trägt zur territorialen Integration, also zum Zusammenwachsen der Regionen, bei. Die Programme konzentrieren sich auf Themen, die Wachstum unterstützen und Wirtschaft, Umwelt und Soziales miteinander verknüpfen. Dabei stehen jeweils die besonderen Herausforderungen der einzelnen Programmräume im Vordergrund.
Die transnationale Zusammenarbeit erfolgt im Rahmen von Projekten. Dadurch werden Entscheidungsträger aus Kommunen, Verbänden, Unternehmen oder Hochschulen zusammengebracht. Ihnen bietet Interreg die Möglichkeiten, Ideen zu entwickeln und neue Arbeitsweisen zu testen: Die Teilnehmer erarbeiten gemeinsam Strategien und Lösungsansätze für ihr jeweiliges Kernthema und setzen diese in Pilotvorhaben vor Ort um. Dabei kommen ihnen der internationale Austausch und die Erfahrungen ihrer Projektpartner zugute. So können Entwicklungen und Investitionen angestoßen werden, von denen die Kommunen und Regionen lange über die Projektlaufzeit hinaus profitieren.

Was ist Interreg C?

Bei Interreg C steht die interregionale Zusammenarbeit im Fokus. Sie bezieht sich auf die gesamteuropäische Ebene und umfasst somit alle 28 Eu-Mitgliedsstaaten, darüber hinaus auch die Nachbarstaaten. Ziele bei Interreg C sind Netzwerkbildung, Erfahrungsaustausch und das Auffinden sogenannter “Good Practise” Lösungen Grundsätzlich sollen dabei insbesondere wirtschaftsschwächere von stärken Regionen lernen und profitieren.
Interreg C teilt sich in vier unterschiedliche Programme:

  • Interreg Europe – “Policy Learning” Programm im Bereich Regionalentwicklung.
  • EPSON – European Spatial Observation Network – unterstützt die europäische Raumentwicklungspolitik und die Entwicklung von politischen Strategien hinsichtlich territorialer Zusammenarbeit.
  • URBACT – hier steht der Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen europäischen Städten im Vordergrund.

Quelle: www.interreg.de